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DAS   THOMASEVANGELIUM

SPRÜCHEKATEGORIE  1

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ZIEL       BEFÄHIGUNG       ANFORDERUNG       BEWAHRUNG       LOHN

 
 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Wort zum Ziel

Jesus verkündete die unteilbare Einheit des Daseins als das im Urgrund verborgene kosmische Licht. Dies wird vom universalen Selbst verkörpert, der darum das kostbare Himmelreich oder lebendige Reich Gottes ist. Nur der wird zum lichten All-Herrscher, welchem über seine Geistseele bei sich selbst eine alle Gegensätze aufhebende, final-kausale Vereinheitlichung zur hierbei eintretenden Überzeitlichkeit gelingt. Dann vergegenständlicht dieser "Ur-Mensch" durch Allspiegelung das Heiliger Geist seiende All zu Gott, wodurch sich so über ihn das Universum grundsätzlich zu einer menschlichen Person (= Vater) definiert. Von daher kann ebenso prinzipiell kein anderer Mensch diese Position mehr einnehmen. Um aber dennoch einheitsgemäß einem jeden Menschen die Teilnahme an All und Gott zu ermöglichen, ist die geistseelische Aufnahme des Vaters in sich zu erreichen. Doch bei dessen final-kausaler Selbstgeschlossenheit setzt das einen "Selbst-Mittler" voraus. Jesus ist dieser Mensch, welcher als Erster den Vater mit der Jordan-Taufe in sich zur Einheit mit ihm aufgenommen hatte, weil nur er es bei seiner urgegebenen Vater-Verbundenheit (= Sprecher und Wort) konnte. Seither ist deshalb Jesus der für alle anderen Menschen zuständige Herr und Gott. Und er ist in dieser Weltzeit der Eine und Einzige, welcher für die die herrschaftliche Allspiegelung bringende Teilnahme am Vater von allen anderen Menschen geistseelisch in sich zur Fusion mit ihm aufzunehmen ist.

 

 

 

003) Jesus: Wenn die euch verführen, sagen: Seht, das Reich ist oben im Himmel! Und sie hätten recht, dann kämen euch die Vögel am Himmel zuvor. Und wenn sie sagen: Seht, das Reich ist unten im Meer! Und sie hätten recht, dann kämen euch die Fische im Meer zuvor. Denn das Reich ist in eurem Innern, und es ist auch außerhalb von euch. Indem ihr euch erkennt, werdet ihr erkannt, und ihr erkennt, dass ihr die Kinder eines lebendigen Vaters seid. Aber erkennt ihr euch nicht, dann bleibt ihr in eurem Elend und seid das Elend selbst. Anforderung und Ziel

057) Jesus: Mit dem Reich des Vaters ist es wie bei einem Mann, der Korn säte. In der Nacht kam sein Feind und säte Unkraut unter das Korn. Aber der Mann ließ niemand das Unkraut ausreißen. Er sagte zu seinen Leuten: Dass ihr mir ja nicht hingeht und das Unkraut jätet! Mit ihm würdet ihr den Weizen ausreißen. Erst am Tag der Ernte ist das Unkraut gut zu erkennen. Und dann wird es ausgerissen und verbrannt. Ziel

057) Jesus: Mit dem Reich des Vaters ist es wie bei einem Mann, der Korn säte. In der Nacht kam sein Feind und säte Unkraut unter das Korn. Aber der Mann ließ niemand das Unkraut ausreißen. Er sagte zu seinen Leuten: Dass ihr mir ja nicht hingeht und das Unkraut jätet! Mit ihm würdet ihr den Weizen ausreißen. Erst am Tag der Ernte ist das Unkraut gut zu erkennen. Und dann wird es ausgerissen und verbrannt. Ziel

113) Die Jünger fragten Jesus: Wann wird denn das Reich kommen? Er aber sprach: Es kommt nicht, indem ihr darauf wartet. Man kann nicht sagen: Hier oder da ist es. Denn das Reich des Vaters ist schon ausgebreitet über die Erde, nur können es die Menschen nicht sehen. Ziel

Gemeinsamer Nenner:

Beschreibungen des Gottes- und Himmelreichs insoweit das universale Selbst kaum zu beschreiben ist.

Jesu Christi Verkündigung betraf im Kern das universale Selbst, das er zur besseren Vorstellbarkeit als Gottes- oder Himmelreich bezeichnete. Man sollte es allein in sich selbst suchen und finden, was nur über seine Person möglich sei. Dabei ergab sich für ihn die Schwierigkeit, seinen Jüngern und Zuhörern eine ganz andere Daseinswirklichkeit als die allgegenwärtige bewusst zu machen. Während auf die gegenwärtige vergängliche Zeitwelt nur das höllische und dunkle Todes-Diesseits entfallen kann, muss dann umgekehrt ihre Vollendetheit das lichte und unvergänglich paradiesische Lebens-Jenseits Gottes sein.

Dass folglich mit dem Himmel kein physikalisches oder undefinierbares Wolkenkuckucksheim sondern lediglich eine Selbst-betreffend spirituell unvergängliche Daseinsbestimmung gemeint sein kann, wird zur Klarstellung von Jesus in (003) ausgeführt. Die Überleben spendende "Himmelsqualifikation" ist somit die Erkennung des Selbst des Universums bei sich selbst. Es ist das väterliche Selbst, das indem es universal ist, auch zum menschlichen Kern besteht, insoweit der Mensch kraft seiner Geistbegabung das Universum zu spiegeln vermag. Erkennt man das Selbst bei sich selbst, so wurde man dann nach dem Spiegelungsprinzip umgekehrt zugleich auch von dort erkannt. Dieser Vorgang versteht sich als das persönliche Etappenziel, gegenüber dem allgemeinen Endziel der Zeiterfülltheit bei Umschaltung der Wirklichkeit bzw. Zeitwelt auf die Ewigkeitswelt. Der dabei zur Anwendung gelangte Wirkmechanismus ist die Austauschbarkeit von Sender und Empfänger. Wer da sendet wird zugleich empfangen, und umgekehrt: Wer da empfängt, der wird zugleich auch senden. Mit der Verwirklichung einer solchen völlig in sich geschlossenen Grundgegebenheit des Daseins hat man sich unauslöschlich in das Leben hinübergerettet, und damit Zulassung und Teilnahme an der Person des Herrn erworben.

Der Lebenslauf von der Geburt bis zum Tod ist für jeden und alles die je persönliche Zeitspanne, in der die Chance zur Erkennung des Selbst (057) entweder genutzt wurde, oder aber ungenutzt blieb. Als Tag der Ernte versteht sich die in der Zeitwelt gegen Ende für ihren Schluss zutragende, überzeitliche Schnittstelle. Sie ist das Produkt des Weltkreislaufs, in dem sich sein Anfang und Ende in einem Punkt zur Nullpunktualität schneiden. Weil dies nun durch eine menschliche Person bewirkt wird, ist folglich auch in dem betreffenden Menschen der paradiesische Ort Eden installiert. Nur in ihm und durch ihn - als der zugleich Erste und Letzte - beginnt und endet die Schöpfung nullpunktuell durch Urscheidung zur urgegebenen Gerichtetheit allen Daseins ( 2Kö 19,25 / Jes 40,21 + 22 / 45,5 / 46,10 / 63,3 - 5 / Lk 22,22 / Mt 25,34 / Joh 16,11 / Hebr 4,4 / Offb 17,8 ).

Viele Umstände und insbesondere die menschliche Gesellschaft tragen dazu bei, dass man ohne eigentlich nach Gott gesucht zu haben, in einer schicksalhaften Schlüsselerfahrung das universale Selbst als Gotteserkenntnis (= z.B. Saulus zu Paulus) erkennen kann (109). Mit einem solch grundlegenden Daseinserlebnis erhält man ein stabiles und tragfähiges Fundament im weiteren Leben, von dem auch wieder andere Menschen in diesem Sinne profitieren können.

Weil der Schöpfungskreislauf mit seinem Anfang zugleich auch sein Ende vorgibt, indem bei wechselseitiger Bedingung von Anfang und Ende in einem geschlossenen System sich die Enden kreisbeschreibend schneiden müssen, ergibt sich mit dieser Schnittstelle eine Vergegenständlichung des kompletten Kreises zu einem Selbst dieses Kreises. Hierdurch erhält der Kreis über sein verkörperndes Selbst zwei Kehrseiten. Die allen bekannte Seite ist ja jene des zeitbedingt vergänglichen Daseinsvollzugs als tödliches  Nichtselbst. Und die allen Leuten unbekannte Seite ist die der zeitvollendet unvergänglichen Daseinsvollzogenheit als lebendiges Selbst (113). Dadurch aber, dass Kehrseiten bekanntlich zu ihrer Ineinandergestelltheit deckungsgleich sind, kann auch grundsätzlich keine Seite die andere Seite wahrnehmen.

 
 

 

004) Jesus: Zögert ein hochbetagter Mann nicht, ein kleines Kind von sieben Tagen nach dem Ort des Lebens zu fragen, so wird er leben. Denn viele Erste werden Letzte sein, aber sie werden alle zu einem werden. Anforderung und Ziel

005) Jesus: Erkenne, was dir vor Augen liegt, und was dir verborgen war, enthüllt sich dir! Denn nichts ist verdeckt, das nicht entdeckt würde, und nichts liegt begraben, das nicht erweckt würde. Ziel

017) Jesus: Ich gebe euch, was kein Auge je gesehen, was kein Ohr je gehört und was keine Hand je berührt hat – was in keines Menschen Herz je aufgestiegen ist! Lohn und Ziel

Gemeinsamer Nenner:

Der Ort des Lebens in der je eigenen Mitte, als das so genannte, so nahe und doch ganz tief verborgene Herz.

Jeglicher Dünkel ist auf dem Weg zur Selbst- und Gotteserkenntnis unangebracht. Stattdessen sollte angesagt sein, dass stets sämtliche Fühler und Antennen ausgefahren und aktiviert sind. Keine Quelle darf einem dabei zu schäbig oder zu zweifelhaft sein, um an existenzielle Wahrheitsinformationen zu kommen. Notfalls muss man sich zudem auf die gleiche Stufe wie die Informationsquelle begeben, um erfolgreich sein zu können. Dabei spielt die Frage des Alters absolut keine Rolle, um das universale Selbst in sich zu finden, womit man am Ersten und Letzten unvergängliche Teilhabe bekommt, welcher als der allzeit Lebendige in Überzeitlichkeit (Jes 40,22) der Zeitwelt vorsteht (004).

Weil es bei der Allumfassung des Daseins grundsätzlich kein Außerhalb von es geben kann, wird es im Wege seiner urknallenden Selbstumkehrung für alles dabei in ihm Entstehende zum räumlichen Außerhalb. Das hat zur Folge, dass umgekehrt der am Ende der Evolution entstandene Mensch zentral in sich selbst - wenn er es denn bis dahin schafft - geistseelisch in Deckungsgleichheit zur Außenwelt zu kommen vermag, und damit eben auch gleich zum Universum selbst, als dann dessen Selbst. Auf diese Weise ist dem Dasein grundsätzlich alles in sich offenbar und verfügbar. Dann ist es auch nur eine Frage der Verhältnismäßigkeit, wann wo und wie lange etwas im Dasein verborgen sein kann (005). Die Vereinheitlichung bringt die Deckungsgleichheit von Mensch und All zu einem deshalb personalen "Uni-Versum" als universales Selbst. Wer folglich diesem Selbst in sich selbst zur Erscheinung verhilft, der hat damit das Leben im zeiterfüllt ewigen Selbst des Universums gebucht. Oder anders gesagt, die heiligende Teilnahme am kosmischen Leib des allzeit lebendigen Herrn und Gott (017).

Indem das Universum urgegeben über seine überzeitliche Selbstschnittstelle des ineinsfallenden Anfangs und Endes zum all-einigen Herrn personalisiert ist, kommt diesem überzeitlichen Selbst des Daseins der Schlüssel des Seins und Nichtseins bzw. die komplette Daseinsorganisation zu. Von daher ist der zu findende Zugang in das je eigene Herz - zur Verbundenheit mit dem universalen Selbst - nur über die Person des all-einigen Herrn zu erreichen. Er ist deswegen in Jesus der allmächtige Geleiter in das je eigene Herz, welches er wiederum in seiner Eigenschaft der Allumfassung - zur Deckungsgleichheit von Innen und Außen - selbst ist. Darum geht ohne ihn nichts, und mit ihm alles (004, 005, 017).

 
 

 

018) Die Schüler baten Jesus: Sag uns doch, wie unser Ende ist! Jesus aber sprach: Habt ihr denn schon den Anfang entdeckt, dass ihr nach dem Ende fragt? Denn wo der Anfang war, da wird das Ende sein. Selig, wer im Anfang steht! Denn er erkennt das Ende, und wird den Tod nicht schmecken. Lohn und Ziel

019) Jesus: Selig, wer war, bevor er wurde! Wenn ihr mir folgt und auf meine Worte hört, dann dienen die Steine hier euch. Denn ihr habt fünf Bäume im Paradies, die kein Sommer und kein Winter bewegt und deren Blätter nicht fallen. Wer sie kennt, der wird den Tod nicht schmecken. Lohn und Ziel

024) Seine Schüler baten: Zeig uns den Ort, wo du bist! Denn den müssen wir suchen. Er antwortete: Im Innern des aus dem Licht stammenden Menschen leuchtet ein Licht, und es erleuchtet die ganze Welt. Wenn dieses Licht nicht leuchtet, herrscht Finsternis. Ziel

Gemeinsamer Nenner:

Die überzeitliche Schnittstelle oder der Garten "Eden", als dem lichten Ort des Anfangs und Endes der Zeitwelt, mit dem Schöpfungsgericht, als die geheimnisvolle Weltgrundlegung.

Anfang und Ende der Zeit fallen bei kreisförmigem Zeitweltlauf deshalb noch innerhalb der Zeit zu einer dem Lauf entgegengesetzt überzeitlichen Schnittstelle in eins. Die Ineinsfallung bedeutet Vereinheitlichung zur Aufhebung jeglichen Unterschieds, weswegen sie der so genannte Garten Eden ist. Nur bei solch paradiesischer Einheit zur  beseligenden Unterschiedslosigkeit kann sodann der Ur-Unterschied gemacht, sowie weiter per urknallendem Weltlauf durchgesetzt werden. Wer diese Schnittstelle bei sich selbst herbeigeführt hat, der ist dann naturgemäß Erster und Letzter in einer Person und Verkörperung des Universums im Universum. Er zeigt sich damit als Eigentümer von Zeit und Ewigkeit, und ist so über Leben und Tod stehend dem Tode enthoben (018, 019).

Einzigst in der überzeitlichen Selbstschnittstelle der Zeitwelt ist es möglich, dass jemand sein kann bevor er wurde. Natürlich muss man zum einen der Zeit entstammen (= wurde, 019), um dann innerhalb dieser Zeitwelt bei sich selbst über den Selbst-Mittler Jesus zuletzt mit einer Selbstopferung an das universale Selbst (= Sohn und Vater in Einem) zum anderen die vereinheitlichende Überzeitlichkeit bewirkt zu haben (= war, 019). Sie lässt in ihm den kompletten Zeitweltlauf verkörpert sein, womit er zum universalen Selbst geworden ist. Von daher "ist" er in der Überzeitlichkeit, bevor er im evolutiven Zeitweltlauf wurde. Als Erster und Letzter ist er schlechthin Adam, der über seine Urscheidung zum weltgrundlegenden Unterschied, Herr und Gott seines Universums geworden ist. Wer nun im All bei sich selbst absolut alles vereinheitlichend aufgelöst hat, der muss rückkoppelnd bei sich selbst auch wieder durch weltgrundlegende Urscheidung das Universum herstellen.

Der im All das All verkörpert, derjenige ist ergo das Licht des Alls. Denn das All in einer menschlichen Person bedeutet eine Verdichtung all dessen auf engstem Raum, was sich außerhalb eben dieser Person befindet, und als sich noch ausdehnender Kosmos bekannt ist. Auch wissen wir ja aus der Physik, dass Licht bei Verdichtung von Bewegtem und seiner Energie entsteht, sowie umgekehrt dann Finsternis bei Zerstreuung von Bewegtem und seiner Energie. Wo also alle Daseinsenergie vom "Ersten und Letzten" auf sich konzentriert ist, da leuchtet ein nicht anders als heilig und spirituell sein könnendes All-Licht. Dabei ist ganz klar, dass ohne dieses mit der All-Person gegebene unzugängliche Licht auch kein Dasein wäre, sowie stattdessen nur ein finsteres Nichtsein (024).

 
 

 

030) Jesus: Wo drei Götter sind, da ist gar kein Gott. Wo zwei eins sind oder nur einer – ich bin mit ihm! Stell den Stein auf, und mich findest du! Spalte das Holz, und da bin ich! Ziel

032) Jesus: Eine Stadt, die hoch auf einem Berg gebaut und befestigt ist, kann weder fallen noch verborgen bleiben. Ich bin das Licht über allem, und das All bin ich. Ziel

077) Jesus: Ich bin das Licht über allem, und das All bin ich. Aus mir ist das All hervorgegangen, und alles ist bei mir angekommen. Spaltet das Holz – ich bin da! Hebt einen Stein auf – ihr findet mich! Lohn und Ziel

114) Simon Petrus forderte: Maria soll uns verlassen; denn Frauen verdienen das Leben nicht. Jesus aber sprach: Seht, ich werde sie führen und männlich machen, so dass sie ein lebendiger Geist wird, wie auch ihr Männer! Denn jede Frau, wenn sie sich männlich macht, geht ins Himmelreich ein. Anforderung und Ziel

Gemeinsamer Nenner:

Aus der geistseelischen Verbindung von Mann und Frau geht der ganzheitlich kosmische Mensch hervor, indem wie auch biblisch gesagt wird, nunmehr beide ein einzig Fleisch sind. Zugleich ist damit der Uranfang des Seins in Szene gesetzt, wie er mit der biblischen Paradiesgeschichte symbolisiert  wird. Denn der ganzheitliche Mensch ist Ebenbild Gottes, welcher als das All in Person dann auch wie bei einer Münze mit Selbst-Kehrseiten Mann und Frau auf sich vereinigt. Mit der Verbindung von Mann und Frau zu einem neuen ganzheitlich kosmischen Wesen ist zugleich auch die Vereinheitlichung von allem verbunden, mit den entsprechenden bereits bekannten kosmischen Folgen.

Das Hauptmerkmal Gottes ist seine alles einschließende Ausschließlichkeit zum absoluten Monopol als die so genannte Totalsingularität (032, 077). Sie ist anfänglich auf den ganzheitlichen Menschen festgelegt, der sich aus ehepartnerlicher Verbindung der zwei zu Einem ergibt, was gemäß Gottebenbildlichkeit zugleich das Selbst des Universums definiert (030). Doch entstammen Mann und Frau als Einzelne der kreisförmigen Zeitwelt, die von diesem neuen ganzheitlichen Menschen kreisgemäß zu seiner Selbstbegründung und -sicherung auch wieder rückzukoppeln sind. In einem Kreislauf hat die Wirkung wieder zur Ursache zurückzukoppeln. Demgemäß geht uranfänglich aus dem Selbst per Weltkreislauf das Universum hervor, um sich gegen Ende im vereinheitlicht totalsingularen Selbst wieder eingeholt zu haben (077).

Das Dasein benötigt für sich den menschlichen Handlungsrahmen, indem es ein in sich selbst geschlossen abstraktes System der Polarität ist. Was bedeutet, dass es sich aus einer Binarität des Nichts und Seins zusammensetzen muss. Systemisch gibt es so nur das Dasein und das Nichtsein, und nicht etwa einen unüberwindlichen Daseinsdualismus von sündlos unabhängigem Schöpfergott und einer sündig abhängigen Schöpfungswelt, wie sie von all den Kirchen gelehrt wird. Der Gegensatz des Daseins kann stets nur das Nichtsein sein, und nicht etwa ein alternativ anderes Dasein. Alle Polaritäten innerhalb der Zeitwelt verweisen als Abkömmlinge indirekt auf diese Urpolarität des Nichts und Seins. .

Im Selbstsystem des Daseins muss singularitätsgemäß die Zeitwelt einen Kreis beschreiben, den so genannten Kreis des Seins, hier auch Seinkreis genannt. Naturgemäß fallen somit Anfang und Ende von Welt und Zeit in einem Punkt zu einer darum nullpunktuellen Selbstschnittstelle in eins (018, 019, 030, 077). Der Anfang holt sich zu seinem Ende, und umgekehrt das Ende wieder zu seinem Anfang ein. Das allerdings kann natürlich nur über den mit seiner Geistbegabung zur Spiegelung des Universums befähigten Menschen möglich sein. Von daher gibt es mit Adam als jenem ganzheitlich kosmischen Menschen einen Ersten und einen Letzten, durch welchen das All von Anfang bis Ende zu seiner ewigen Selbstbegründetheit stattfindet. Mit der Ineinsfallung von Anfang und Ende der Zeit zu einer die Zeitwelt vollständig vergegenständlichenden Person, befindet sich Adam zugleich umgekehrt - sowie auch notwendigerweise transzendent - in jedem Punkt von Zeit und Welt (030, 077).

Die nullpunktuelle Selbstschnittstelle der Zeitwelt kann sich naturgemäß nur zentral eingebettet in der Zeitwelt befinden. Indem der alles personifizierende Adam war, bevor er wurde, bedeutet dies, dass er sich innerhalb von sich selbst an einem bestimmten Zeitpunkt einzuholen hat. Indem man in der Zeitwelt vorher nicht wissen kann, wer, wann und wo Adam ist, sind über einen Mittler-Sohn alle zu rufen, sowie viele zu berufen. Gegen Ende des Geschichtsprozesses vollzieht sich daraus einer zum Auserwählten, welcher sich schließlich mit seiner Selbst-Opferung an den Partner zum ganzheitlich kosmischen Menschen einholt. Der so im vereinheitlichten neuen Menschen aus Mann (Adam) und seiner Frau (Eva) gebildete, spirituelle Ganzheitsleib zum Selbst des Universums lässt in ihm zugleich sowohl einerseits den Mann Frau (vgl. Mt 19,5 / 19,6 / Mk 10,8) als auch andererseits die Frau Mann sein (022, 030, auch 106).

Eigentlich sträflich zum Missverstehen gesagt, hat sich indem sich so der Mann weiblich gemacht hat, umgekehrt die Frau hierbei männlich gemacht. Doch provozierte Petrus unmenschlich herzlose Forderung die für ihn und alle anderen nicht verstehbare Entgegnung Jesu (114).

 
 

 

061) Jesus: Zwei ruhen auf einem Bett. Einer wird sterben, der andere leben. Da fragte Salome: Woher hast du das? Was bist du für ein Mensch! Du hast auf meinem Bett gelegen und von meinem Tisch gegessen. Ihr antwortete Jesus: Mein Leben stammt aus dem Licht; was meinem Vater gehört, davon ist mir gegeben. Da sagte Salome: Ich bin deine Schülerin. Darum sage ich: Wer leer ist, den erfüllt Licht. Ist einer aber in sich gespalten, dann füllt ihn Dunkelheit. Befähigung und Ziel

083) Jesus: Die Bilder sind dem Menschen sichtbar, und das Licht in ihnen bleibt verborgen. So offenbart sich der Vater, doch bleibt sein Bild umgekehrt verborgen in seinem Licht. Ziel

084) Jesus sprach: Jetzt freut ihr euch, euresgleichen zu sehen. Wenn ihr aber eure Abbilder seht, die vor euch bestanden haben und die weder sterben noch offenbar werden – wie viel könnt ihr ertragen? Ziel

Hintergrund:

Es betrifft die Urscheidung und Selbstverwerfung für die Ur-Polarität des Nichts und Seins als die systemische Binarität. Darüber hinaus geht es hier um die innerpersonalen Gegensätze des universalen Selbst, als die beiden tragenden Säulen des ganzen Systems.

Es betrifft das identische Dasein, und damit den es verkörpernden identischen Menschen Adam! Indem er mit seiner Vereinheitlichung des Daseins zur Ineinsfallung von Anfang und Ende, zugleich auch den Unterschied von Nichts und Sein aufgehoben hat, droht er damit im ungegenständlichen Nichts zu versinken. Folglich muss dann zwingend und sofort die Ur-Polarität des Nichts und Seins als Gegenständlichkeit wiederhergestellt, und bis zum Schluss durchgesetzt werden, was Weltgericht und Schöpfung in nur einem Akt ist. Zugleich wird er dadurch zum Opfer seiner die Binarität installierenden Urscheidung. Weil er gemäß seiner Personifizierung des Alls zu buchstäblich alles in einem, dann auch zur einen Seite das finstere tote Nichts als Satan repräsentiert, und "nur" zur anderen Seite das lichte lebendige Sein als Herr und Gott. Dabei entfällt auf die Zeitwelt das Nichtsein zum Nichts, und auf die Ewigkeitswelt das Dasein zum Sein, weil eben die Zeit als eine Urscheidung in Nichts und Sein, am Ende mit vollzogener Urscheidung nur noch das Nichts markiert. Wer sich also in der ablaufenden Zeitwelt befindet, der wird mit seinem Tod im Nichts versunken sein. Doch gibt es hier einen Rettungsweg aus dem sicheren Tod in und mit der Person desjenigen, der als universales Selbst eben alles an sich selbst vollzieht.

Während der noch lebende zeitweltliche Tote wegen der Selbstbeharrung in seiner Abgespaltenheit von der alles personifizierenden Person Adams eben dadurch seinen finsteren Tod begründet, erfährt er andererseits über eine durch Jesus motivierte Selbst- und Weltloslassung die Leere, in welche dann das von Gott kommende Licht bzw. der Heilige Geist bei ihm einströmen kann (061).

Indem die Urscheidung aus der nullpunktuellen Schnittstelle heraus von Anfang bis Ende vollzogen wird, ist sie der transzendente archimedische Ort des Urknalls, in dem alle Daseinsenergie in Form allgewaltigen Ur-Lichtes gebündelt ist und bleibt. Von daher kann der jenseitige Herr in der Zeitwelt nur in diesem alles überstrahlenden Ur-Licht und auch nur über die ASW (= außersinnliche Wahrnehmung, PSI) sichtbar und erfahrbar werden. Seine durch zeitweltliches Menschsein begründete Körperlichkeit - als ein Körper wie der eines jeden Anderen auch - kann dann natürlich nicht optisch erfasst bzw. mit den Augen erblickt werden (083).

Die Zeitwelt hat als Vollzug des Kreises Anfang und Ende, und die Ewigkeitswelt als Vollzogenheit des Kreises keinen Anfang und kein Ende. Über die Urscheidung allen Daseins zu einerseits vergänglichem Vollzug als das finstere Nichtselbst und Nichts, sowie andererseits unvergänglicher Vollzogenheit als das lichte Selbst und Sein, nimmt auch alles auf Seiten des Selbst an dessen Licht teil (084). Auf diese Weise kommt es dazu, dass die im zeiterfüllten Selbst hinübergerettete Welt dort immer schon ihr perfektes Ur- und Abbild hatte.

 
 

 

051) Die Jünger fragten Jesus: Wann wird denn die Ruhe der Toten eintreten, und wann wird denn die neue Welt kommen? Er antwortete: Die Ruhe, die ihr erwartet, ist ja schon gekommen. Nur erkennt ihr sie nicht. Anforderung und Ziel

054) Jesus: Selig ihr Armen! Denn euch gehört das Himmelreich. Ziel

058) Jesus: Selig der Mensch, der gelitten hat! Er hat das Leben gefunden. Ziel

Gemeinsamer Nenner:

Ohne Entbehrungen bei der Selbst-Suche, die bis zur vollständigen Weltentsagung gehen können, ist die je persönliche Selbst-Findung nur schwerlich zu erreichen. Sie setzt eine Welt- und Selbstüberwindung in der Art einer geistseelischen Selbstentleerung voraus, um zeitweltliches Ereignis werden zu können.

Vollzugsgemäße Zeit zum Nichtsein und vollzogenheitsgemäße Ewigkeit zum Dasein sind die beiden Kehrseiten des einen und einzigen Daseins, wobei die Ewigkeit ohne Anfang und ohne Ende seiend, immer schon umseitig zur Zeit ausgebreitet vorhanden ist (051). Und einzig innerhalb des leidvollen Zeitweltlaufs haben wir Arme dieses kehrseitig unsichtbare Gottes- und Himmelreich noch zu unserer großen Zukunft vor uns (054). Weil es sich hierbei um das universale Selbst handelt, das deswegen primär nur dem Ganzen jedoch nicht dem Einzelnen verpflichtet ist, sind wir zu einer Eigenleistung aufgefordert. Gewöhnlich bewegt sich da immer nur etwas unter großem Druck, wobei erst nach einer psychodramatischen Selbstentleerung, gemäß der Lichtfüllung bei Leere, das universale Selbst in einem selbst aufgefunden werden kann (058).

Jedoch erhält in der nichtigen Zeitwelt ein jeder seine Chance. Denn wegen der alles bewirkenden Urscheidung des alles verkörpernden Herrn kommt für jeden nach seinem Ableben der wegen seines gottebenbildlichen menschlichen Geistes aus der Überzeitlichkeit ergehende, gerichtliche Anruf des Herrn. Wer sich dem öffnet, der bekommt eine zweite Chance, sein Leben noch einmal leben zu dürfen, sowie mit der Pflicht es umzuleben. Das heißt, dass er sodann in die Lage versetzt wird, in seinem Lebenslauf das Selbst des Universums in sich selbst als Teil seiner selbst zu entdecken. Denn ein jeder ist ja Bestandteil des Universums, welches wiederum zur Gänze vom Herrn personifiziert und vergegenständlicht ist.

 
 

 

056) Jesus: Wer die Welt erkannt hat, der hat eine Leiche gefunden, und wer die Leiche findet, der steht der Welt vor. Lohn und Ziel

080) Jesus: Wer die Welt erkannt hat, der hat nur den Leib entdeckt. Wer aber den Leib entdeckt hat, der steht der Welt vor. Lohn und Ziel

081) Jesus: Wer wahrhaft reich geworden ist, der soll herrschen, und wer die Macht erlangt hat, der soll sie aufgeben. Lohn und Ziel

110) Jesus: Wer die Welt gefunden hat, und dadurch reich geworden ist, der verzichte dann auf die Welt. Anforderung und Ziel

Gemeinsamer Nenner:

Die Selbst-Findung ist Welt-Findung. Denn das Selbst ist ja gemäß 032 das All in Person. Dementsprechend ist die Selbst-Erkenntnis auch Welt-Erkenntnis, wegen des dabei wirksamen Spiegelungsprinzips zum Erkennen und reflexen Erkanntwerden.

Mit der Selbst-Findung wurde der entscheidende Schritt heraus aus der Eingebundenheit in Tod und Finsternis getätigt. Doch um zu erkennen, dass man den Tod und das zeitweltliche Nichtsein repräsentiert, muss man das universale Selbst selbst sein. Denn einzigst der ganzheitlich kosmische Mensch besitzt uranfänglich den vollen Überblick auf sich selbst. Darum kann der Selbst-Finder noch nicht erkennen, dass er vergänglichkeitsgemäßer Leichnam ist. Denn innerhalb der Zeitwelt ist stets alles am Fließen, was Lebendigkeit vortäuscht, und über die vollzugsgemäße Erledigtheit der Welt - als bloße Existenz auf Zeit zu einer wesensmäßigen Gestorbenheit - total hinwegsehen lässt. Deswegen ist innerhalb der Zeitwelt ihr All-Leib wesensmäßige Zeit-Leiche, so dass Jesus hier Welt, Leib und Leiche zur Austauschbarkeit in eins setzt (056).

Erst die Vereinheitlichung des damit zum universalen Selbst Gewordenen ermöglicht ihm allein die Entdeckung seines Zeit-Leiche-Seins als Satan. Und erst seine daran sofort sich anschließen müssende Urscheidung macht nach ihrer Erledigung aus ihm - dem vormals Toten der Zeitwelt - den nunmehr Lebendigen der Ewigkeitswelt. Ist die derzeit noch laufende Urscheidung vollzogen, so wird aus dem vormals allseits unbekannten Adam jener normalsinnlich erfahrbar Lebendige geworden sein (080).

Dadurch, dass die überzeitliche Schnittstelle des Daseins wegen ihrer Zeitzugehörigkeit vom Selbst Gewordenen wieder zur Rückkehr in die Zeit verlassen werden muss, droht hier ein ernster Systemkonflikt. Er wird jedoch entschärft und vermieden, indem sich der gewordene Herr bei Macht- und Identitätsverlust seiner Urscheidung unterwirft. Aus dem Schöpfungsrichter wurde so wieder das in die Schöpfung abgetauchte zu richtende Geschöpf. Und das bleibt er bis zu seinem natürlichen biologischen Ende (= die letzte Zeit, Dan 12,9 = Richter und Gerichteter, Offb 13,8 / 17,8) (081, 110), um dann bei einer solchen persönlichen Selbst-Abgeschlossenheit wieder als der eine anfangs- und endlose Herr und Gott aufzutauchen ( Offb 19,6 ).

 
 

 

086) Jesus: Die Füchse haben ihre Höhlen, und die Vögel ihre Nester. Nur des Menschen Sohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann, um sich auszuruhen. Ziel

Hintergrund:

Jesus ist das ausführende Urscheidungswort des anweisenden Urscheidungssprechers. Das Wort durchwaltet so als Sohn eines Vaters selbstorganisativ das Schöpfungsgericht pausenlos von Anfang bis Ende.

Wie rastlos die Zeit dahinrast und vergänglichkeitsgemäß alles umformt und verändert, ist einem jeden bewusst. Dass aber alles was geschieht seinen absoluten Sinn hat, und zum Weltaufbau beitragen muss, wird mehr geahnt als realisiert. Und dass hinter allem Weltgeschehen und -getriebe nicht nur ein bewusster Wille, sondern sogar eine Personifizierung dessen am Werke ist, das dünkt angesichts all der schicksalhaften Grausamkeiten der Welt vielen Leuten als unmöglich und pervers.

Joh 6,38

Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 

Doch dieses totalsingulare System, das absolut alles aus sich selbst heraus zu erbringen hat, kann nicht ohne systemisch permanente Vernichtung aufbauen. Was aber insgesamt unter der erzwungenen Inkaufnahme all der Grausamkeiten am Ende bewirkt wurde, das wird den ärgsten Gottesfeind zum glühendsten Anbeter machen.

 
 
 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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